Kieferorthopädische Behandlung
Die Kieferorthopädie korrigiert Zahnfehlstellungen und Bissanomalien und verbessert so Ästhetik und langfristige Mundgesundheit.
Überblick
In der kieferorthopädischen Behandlung werden die Zähne mit Bögen, Brackets oder Schienen schrittweise in die geplante Position bewegt. Eine Altersgrenze gibt es nicht: Bei kleinen Kindern lenkt sie das Kieferwachstum, damit die Zähne richtig zu stehen kommen; bei Erwachsenen korrigiert sie Engstände, Bissfehlstellungen sowie Kiefer- und Gesichtsfehlbildungen.
Eng stehende Zähne können in der Grundschulzeit Sprech- und Leseschwierigkeiten verursachen und die schulischen Leistungen beeinträchtigen; wir empfehlen deshalb ab dem sechsten Lebensjahr eine kieferorthopädische Untersuchung.
Wie verläuft die Behandlung?
Weil die Eingewöhnung leichter fällt, beginnt die Behandlung meist im Oberkiefer; wenige Wochen später kommt der Unterkiefer dazu. Kontrolltermine alle vier bis fünf Wochen begleiten den Verlauf, bis die Zähne die geplante Position erreicht haben.
Während der gesamten Behandlung werden Gummizüge getragen, damit die Kiefer zueinander passen und die Zähne beider Kiefer ihre Position halten. Die Patientin setzt sie selbst ein und nimmt sie heraus; sie so lange zu tragen, wie die Kieferorthopädin es vorgibt, entscheidet unmittelbar über den Erfolg. Bleiben sie weg, wandern die Zähne zurück.
Worauf Sie vorher und währenddessen achten sollten
Wer seine Zahnpflege vor Behandlungsbeginn abschließt, kommt angenehmer durch die Zeit. Wir empfehlen daher eine allgemeine Untersuchung samt Kariesbehandlung, ein Panoramaröntgenbild zur Beurteilung durchgebrochener und verlagerter Weisheitszähne sowie eine professionelle Zahnreinigung, um Zahnfleischproblemen vorzubeugen.
Während der Behandlung können harte oder klebrige Speisen Brackets lösen; ein gelöstes Bracket kann die Schleimhaut verletzen – gehen Sie deshalb sofort zu Ihrer Kieferorthopädin. Meiden Sie Hartes, Nüsse und Steinobst, Klebriges wie Lokum und Karamell sowie kohlensäurehaltige Getränke, und zerteilen Sie Speisen, statt hineinzubeißen.
Was ist die Retention?
Sind die Apparaturen entfernt, versuchen die Zähne, in ihre alte Lage zurückzukehren. Die Behandlung, die sie an ihrem neuen Platz hält, heißt Retention. Hinter den oberen und unteren Schneidezähnen wird ein feiner Draht befestigt, von vorn unsichtbar, oder es werden transparente Retentionsschienen angefertigt.
Diese Drähte beziehungsweise Schienen sollten mindestens fünf Jahre im Mund bleiben. Von vorn sind die Drähte nicht zu sehen, und man gewöhnt sich binnen weniger Tage daran; während der Retentionsphase empfehlen wir halbjährliche Kontrolltermine.
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